Praxisbeispiele

Auf diesen Seiten finden sie zahlreiche Projektbeispiele, die verdeutlichen wie beispielsweise die naturnahe Gestaltung öffentlicher Grünflächen oder die Renaturierung verbauter Gewässer im Sinne des Naturschutzes gelingen kann.

Kommunen wirken mit nahezu all ihren Aktivitäten direkt oder indirekt auf die biologische Vielfalt ein. Jede neue Straße und jede Stadtentwicklungsmaßnahme hat direkte Auswirkungen auf Boden, Vegetation und Mikroklima. Bei guter Zusammenarbeit zwischen Politik, Verwaltung und lokaler Bevölkerung sowie frühzeitigem Einbeziehen biodiversitätsrelevanter Gesichtspunkte können negative Einwirkungen gering gehalten und neue Strukturen zum Erhalt der biologischen Vielfalt geschaffen werden.

Projekt N.A.T.U.R.: Die Seiten Förderung, Praxis, Dokumente und Termine bilden ein Informationsangebot, das im Rahmen des Projekts N.A.T.U.R. entwickelt wurde.
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Unordnung schafft Lebensraumvielfalt – Blühwiesen der Verbandsgemeinde-Werke

Die Verbandsgemeindewerke unterhalten für Klär- und Wasserwerk sowie zahlreiche Außenstellen insgesamt ca. 1,85 ha Grünfläche. Die aktuelle Bewirtschaftung sieht ein sehr regelmäßiges Mulchen der Flächen vor. Durch diese oft praktizierte Art der B...

Arten- und BiotopschutzGrün- und Freiflächen
Klimaschutz & KlimaanpassungMahdSaatgut & PflanzgutWiesen

Für jeden Garten einen Klimabaum

Die Gemeinde hat seit 2014 ein integriertes Klimaschutzkonzept. Hierauf basierend haben sich Rat und Verwaltung auf verschiedene dem Klimaschutz dienenden Aktionen verständigt. Eine dieser Aktionen ist diese Maßnahme. Jeder Garten- und Grundstücks...

Grün- und FreiflächenKlimaanpassungUmweltbildung
Bürgerbeteiligung, Partizipation, Citizen ScienceFörderprogrammeGarten & BalkonObstbäume & Streuobstwiesen

Landschaftswerte – Biodiversität auf kirchlichen Friedhöfen

2015 führte der Friedhof das Umweltmanagementsystem ein. Im Rahmen des Projektes Landschaftswerte (01.06.2017 bis zum 31.12.2021) erhielt der Friedhof eine 65 % Finanzierung für neue Maßnahmen und zusätzliche Beratungs- und Planungsleistungen zur ...

Arten- und BiotopschutzGrün- und Freiflächen
EntsiegelungFriedhöfeObstbäume & StreuobstwiesenStrukturelemente (Sand, Totholz, Steine, Mauern)

Naturschutzgebiet „Federbachbruch“ zwischen Muggensturm und Malsch

Das 1982 ausgewiesene Naturschutzgebiet "Federbachbruch" zwischen Muggensturm und Malsch mit einer Größe von ca. 43 Hektar hat außergewöhnliche Bedeutung. Bei der Fläche handelt es sich um bedeutendes Niedermoor. Informationstafeln zu Fauna und Fl...

Arten- und BiotopschutzGewässerGrün- und Freiflächen
ArtenschutzprojekteGewässer & MooreUmweltbildung & Öffentlichkeitsarbeit

Pilotprojekt – Naturnahes Schulgelände

Um die junge Generation für die Thematik der biologischen Vielfalt zu sensibilisieren, hat die Stadt Norderstedt in 2018 ein Pilotprojekt an einer Norderstedter Schule gestartet. Ziel ist es, die biologische Vielfalt auf dem Schulgelände zu erhöhe...

Arten- und BiotopschutzUmweltbildungWissenschaft und Forschung
Naturerfahrungsräume, Naturerlebnisräume, Schulen, Kindergärten, KiTas, KinderUmweltbildung & ÖffentlichkeitsarbeitWissenschaft, Monitoring, Kartierung

Entdeckungsreise durch die biologische Vielfalt – Ausstellung und Veranstaltungsprogramm

Vom 21.08. bis 29.09.2019 zeigte die Stadt Norderstedt im Stadtmuseum Norderstedt die Ausstellung "Entdeckungsreise durch die biologische Vielfalt". Die Ausstellung widmete sich der biologischen Vielfalt in Deutschland und ihrem Vorkommen bzw. Man...

Arten- und BiotopschutzUmweltbildung
Bürgerbeteiligung, Partizipation, Citizen ScienceSaatgut & PflanzgutUmweltbildung & Öffentlichkeitsarbeit

Quiz zur biologischen Vielfalt

Im Rahmen des autofreien Straßenfestes Ulzburger Straße 2017 wurden von dem Unternehmenszusammenschluss Initiativkreis Ulzburger Straße (IKUS) zwanzig Obstbäume alter Sorten gespendet, um auf die Bedeutung von Natur in der Stadt aufmerksam zu mach...

Arten- und BiotopschutzUmweltbildung
Bürgerbeteiligung, Partizipation, Citizen ScienceObstbäume & StreuobstwiesenUmweltbildung & Öffentlichkeitsarbeit

Biologische Vielfalt in Norderstedt

Jeden Sommer veranstaltet die Stadt Norderstedt in Zusammenarbeit mit dem Stadtpark einen Erlebnis- und Informationstag zur biologischen Vielfalt. Die circa 500 Besucherinnen und Besucher lernen an etwa 15 wechselnden Aktionen und Ständen die unte...

Grün- und FreiflächenUmweltbildung
Bürgerbeteiligung, Partizipation, Citizen ScienceUmweltbildung & Öffentlichkeitsarbeit

Bienen-Ausstellung

Die Stadt Norderstedt zeigte vom 2. Oktober bis zum 29. November 2018 die Bienen-Wanderausstellung des Projektes BienenReich Schleswig-Holstein. Die Ausstellung befasste sich mit der Vielfalt und Lebensweise der circa 580 in Deutschland heimischen...

Arten- und BiotopschutzUmweltbildung
InsektenNaturerfahrungsräume, Naturerlebnisräume, Schulen, Kindergärten, KiTas, KinderUmweltbildung & Öffentlichkeitsarbeit

EdiCitNet

Mit "EdiCitNet" (Edible Cities Network - integrating edible city solutions for social resilient and sustainable productive cities) sollen Konzepte, Projekte und Methoden in sogenannten "Reallaboren" in der Praxis getestet und weiterentwickelt werd...

Grün- und FreiflächenUmweltbildung
Bürgerbeteiligung, Partizipation, Citizen ScienceNaturerfahrungsräume, Naturerlebnisräume, Schulen, Kindergärten, KiTas, KinderUmweltbildung & ÖffentlichkeitsarbeitUrban Gardening

Das Projekt N.A.T.U.R. wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz sowie mit Mitteln der Heinz Sielmann Stiftung gefördert.

Dieses Informationsangebot gibt die Auffassung und Meinung des Zuwendungsempfängers des Bundesprogramms Biologische Vielfalt wieder und muss nicht mit der Auffassung des Zuwendungsgebers übereinstimmen.

Wissenschaft und Forschung

Einige Kommunen lassen ihre Bemühungen zum Erhalt und der Förderung der Biodiversität wissenschaftlich begleiten. Dazu zählen z.B. das Monitoring von Tieren und Pflanzen vor, während und nach Umstellung der Wiesenmahd von einem intensiven auf einen extensiven Pflegerhythmus oder Kartierungen von bestimmten Arten im Stadtgebiet. So erhält man einen Überblick über die ansässigen Arten und kann gezielt Maßnahmen ergreifen. Die gesammelten Daten unterstützen gegenüber der Politik und Öffentlichkeit und helfen mit neuen Erkenntnissen den Naturschutz immer weiter zu verbessern.

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Auszeichnung StadtGrün Label

Mit dem Label „StadtGrün naturnah“ unterstützen wir Sie bei der Umsetzung eines ökologischen Grünflächenmanagements und zeichnen vorbildliches Engagement auf kommunaler Ebene aus.
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Team N.A.T.U.R.
Andrea Meiler
Stefanie Herbst
Jonas Renk

Geschäftsstelle Radolfzell
Fritz-Reichle-Ring 2
78315 Radolfzell

Tel.: +49 7732 999-536-0
Fax: +49 7732 999-536-9

info@kommbio.de

Häufig gestellte Fragen

In der Regel ist es am besten, bei den kommunalen Grünflächen zu beginnen. Hier hat die Kommune den größten Einfluss, es können schnell Erfolge verzeichnet werden und sie dienen auch als Vorbild für private Flächen.  Zum Beispiel kann eine Rasenfläche in eine Wiese umgewandelt werden.

Handlungsfelder für Kommunen sind:

  • Der Schutz aller Flächen und Bäume, die für die biologische Vielfalt wertvoll sind, vor Bebauung und Versiegelung
  • Ein naturnahes Grünflächenmanagement aller kommunalen Flächen
  • Die Schaffung von Naturerfahrungsräumen und Umweltbildung
  • Gezielte Artenschutzmaßnahmen
  • Kooperationsprojekte zum Artenschutz mit der Landwirtschaft
  • Eine naturnahe Waldbewirtschaftung
  • Renaturierungen
  • Das Erstellen einer Biodiversitätsstrategie

Am einfachsten ist es, einen Rasen wachsen zu lassen, nur noch zwei Mal im Jahr zu mähen und das Mähgut zu entfernen. Allerdings sind diese Bestände meist durch Gräser dominiert. Alternativ können Wiesen ganz oder teilweise neu angesät werden. Dabei sind die Auswahl des Saatguts, die Bodenvorbereitung und die Ausbringung des Saatguts sehr wichtig. Es ist zu empfehlen, sich hierbei beraten zu lassen.

Das Ziel einer Biodiversitätsstrategie ist es, einen Maßnahmenplan zu erstellen, der bei optimiertem Aufwand möglichst viel Nutzen für die biologische Vielfalt erbringt. Dafür ist es wichtig, einen Überblick über die aktuelle Lage im Bereich biologische Vielfalt zu erhalten und sinnvolle Ziele zu definieren. Bei der Erstellung können lokalen Institutionen und Personen eingebunden werden.

Fördergelder können auf EU-, Bundes-, Landes-, Kreis- und Ortsebene eingeworben werden. Grobe Anhaltspunkte können sein, dass ein Projekt mit einem Umfang von 500.000 € eher auf Bundes- oder EU-Ebene förderfähig ist und eines mit 5.000 € eher auf der Kreis- und Ortsebene. Die überörtlichen Fördermöglichkeiten sind in unserem Infoportal enthalten. Auf der Kreis- und Ortsebene lohnt es sich z.B. bei Kreissparkassen und anderen örtlichen Institutionen nachzufragen.

Wichtig ist es hierbei vor allem, zu informieren, dass Schottergärten auf Dauer nicht leicht zu pflegen sind und dass sie für die biologische Vielfalt keinerlei Mehrwert haben. Möglich sind zudem Vorgaben im Rahmen der Bauleitplanung und in Satzungen.

In der freien Natur, müssen bis auf bestimmte Ausnahmen gebietseigenes Saatgut und gebietseigene Gehölze, aus dem jeweils festgelegten Ursprungsgebiet verwendet werden. Gebietseigene Pflanzen sind besser an die lokalen Umweltbedingungen angepasst und sorgen für den Erhalt der lokalen genetischen Vielfalt. Im Siedlungsbereich hat die Verwendung gebietseigener Pflanzen auch Vorteile für die biologische Vielfalt, es ist hier aber nicht vorgeschrieben.