Hybride Ringvorlesung Wolf
Die „Forschungsstelle für Tier- und Tierschutzrecht“ der Universität Bremen und die „Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e. V.“ veranstalten die Reihe gemeinsam. Fachleute aus Wissenschaft und Praxis beleuchten das Thema aus Sicht des Rechts, der Kulturwissenschaften, der Forstwirtschaft, des Naturschutzes, der Wildtierbiologie und der Verhaltensforschung. Die Teilnahme steht auch Menschen offen, die nicht an der Universität studieren.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Verhalten von Wölfen und ihrem Verhältnis zum Menschen. So spricht der Verhaltensforscher Professor Kurt Kotrschal über das Potenzial für Kooperation und Konflikt zwischen Wolf und Mensch. Dr. Thorsten Gieser untersucht, welche Rolle Gerechtigkeitsgefühle in Mensch-Wolf-Konflikten spielen. Gesa Kluth stellt Ergebnisse und Methoden des Wolfsmonitorings vor. Ilka Reinhardt befasst sich mit auffälligem Wolfsverhalten, möglichen Ursachen und Handlungsoptionen.
Auch praktische Fragen des Zusammenlebens stehen auf dem Programm: Professor Markus Röhl erläutert Möglichkeiten und Grenzen des Herdenschutzes. Dr. Frank-Uwe Michler beschäftigt sich mit dem Raum- und Interaktionsverhalten von Wolf und Rotwild, Franz Graf von Plettenberg mit der Rolle des Wolfes im Wald.
Weitere Vorträge widmen sich dem rechtlichen Rahmen. Dabei geht es unter anderem um den Schutzstatus des Wolfes, die Grenzen der Jagd und die Möglichkeiten der Zivilgesellschaft, gerichtlichen Rechtsschutz in Anspruch zu nehmen. Dr. Jan-Erik Schenkel betrachtet Eilanträge gegen Abschussgenehmigungen aus richterlicher Sicht. Professor Sönke Gerhold, Leiter der Forschungsstelle für Tier- und Tierschutzrecht, behandelt den Wolf im neuen Jagdrecht.
Die Ringvorlesung soll wissenschaftliche Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Praxis zusammenbringen. Im Mittelpunkt steht die Vermittlung von Wissen aus unterschiedlichen Fachgebieten.
