Fachtagung „Öffentliche Naturschutzfinanzierung am Limit?
Effektive Maßnahmen im Naturschutz setzen eine ausreichende Finanzierung, eine starke Verwaltung und ein koordiniertes Vorgehen von Bund und Ländern voraus. In Zeiten instabiler politischer Koalitionen, einer angespannten öffentlichen Haushaltslage und einer unübersichtlichen Gesetzgebung zugunsten beschleunigter Verfahren gerät aber die verlässliche Finanzierung des Naturschutzes und somit der Naturschutz selbst unter Druck.
Welchen Herausforderungen sieht sich die Naturschutzarbeit in Rheinland-Pfalz aufgrund der neuen Gesetzesregelungen ausgesetzt und wo gibt es Beispiele für belastbare und neue Finanzierungsmodelle? Dies soll im Rahmen der Tagung beleuchtet werden.
Vorgestellt werden neben aktuellen und geplanten Vorgaben (Infrastruktur-Zukunfts-Gesetz, Gesetz zur Stärkung der Natürlichen Infrastruktur und zur Fortentwicklung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung, Nationaler Wiederherstellungsplan Stand in RLP) und verschiedenen staatlichen Förderangeboten weitere private Finanzierungsmodelle regionaler Akteure wie eine „Tourismusabgabe“, praktiziert im südlichen Schwarzwald, die unternehmerische Kooperation „Bündnis Biodiversität“ der IHK Rheinhessen und das Beispiel der stark vernetzten Masgeik-Stiftung aus Molsberg. Auch Nature Credits werden vorgestellt.
Die Tagung endet mit einer Podiumsdiskussion zu neuen Wegen in der Naturschutzfinanzierung.
