Pollichia-Tagung 2026: Von der Naturbeobachtung in die Datenbank
Digitalisierte Daten sind entscheidend für das Verständnis und den Schutz unserer Artenvielfalt. Im Mittelpunkt der Tagung steht die Frage, wie Beobachtungen aus verschiedenen Citizen-Science-Projekten, Monitoringprogrammen und professionellen Kartierungen effizient zusammengeführt, vereinheitlicht und für Forschung und behördlichen Naturschutz nutzbar gemacht werden können.
Denn Artenkenntnis endet längst nicht mehr im Feld: Erst durch strukturierte Datenerfassung, transparente Qualitätsprüfung und passgenaue Schnittstellen entstehen aus tausenden Einzeldaten die Grundlagen für Rote Listen, Schutzgebietsplanungen, Managementkonzepte und Forschung (Häufigkeitstrends, Faunistik).
Expert:innen aus Behörden, Naturschutzorganisationen und unterschiedlichsten Fachportalen geben Einblicke in aktuelle Entwicklungen von der heterogenen Datenlandschaft unterschiedlicher Plattformen über Anforderungen an Daten für Naturschutz bis hin zu Herausforderungen in Validierung, Datenqualität und Datenintegration. Unterschiedliche Citizen-Science-Projekte und Artenportale weltweit und aus der Region zeigen zudem, wie groß das Potenzial der vielen Ehrenamtlichen für ein flächendeckendes Monitoring ist – und wo noch Hürden zwischen Datenvielfalt, Datenzugänglichkeit und Datenvereinheitlichung bestehen.
Die Tagung richtet sich an alle, die an der Schnittstelle zwischen Artenkenntnis, Datenerfassung und Naturschutz arbeiten oder sich dafür begeistern – von Ehrenamtlichen über Citizen Scientists bis hin zu Fachleuten aus Forschung und Verwaltung.
