Das Bündnis stärkt die Bedeutung von Natur im unmittelbaren Lebensumfeld der Menschen und richtet den Fokus auf den Schutz der biologischen Vielfalt in Kommunen.
Hier erhalten Sie einen aktuellen Überblick über Förderprogramme des Bundes, der Länder, der Europäischen Union sowie privater Stiftungen.
Hier finden Sie Praxis-beispiele von Kommunen aus ganz Deutschland, die sich für die Erhaltung und Förderung der Biodiversität einsetzen.
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Die Stadt Augsburg extensiviert ihr Straßenbegleitgrün, aber auch Park- und Grünanlagen systematisch und setzt dabei auf gebietseigenes Saatgut. Bei der Wiesen- und Baumpflege achtet sie darauf, dass die biologische Vielfalt geschont oder gefördert wird. Die Stadt Augsburg hatte bei der Neuzertifizierung 2020-2023 bereits die Labelstufe in Gold erhalten. Bei der Rezertifizierung konnte sich die Stadt in den zwei Kategorien „Rasen und Wiesenpflege“ und „Baumpflege“ verbessern.
Weniger ist mehr
Im zentral gelegenen „Wittelsbacher Park“ werden seit fast 20 Jahren Mäharbeiten jeweils in den frühen Morgenstunden durchgeführt. Dies hat dazu geführt, dass sich an sandigen Stellen die Frühlings-Seidenbiene angesiedelt hat. Neben großen Fledermauskolonien und zahlreichen seltenen Vogelarten wurde in einer alten Gerichtslinde der Eremit, eine seltene Käferart, entdeckt. Viel zu sehen gibt es ebenso im „Sheridan Park“, der ein Teil des 60 Hektar großen Grünzugs „Westpark“ ist. Flächige Präriepflanzungen und großzügige Wiesenflächen werden durch zahlreiche alte Bäume ergänzt. Während der Labellaufzeit haben sich die Flächen im Straßenbegleitgün deutlich vergrößert. Flächen anderer Abteilungen sollen zukünftig in die Extensivierungen miteinbezogen werden. Durch Beweidung werden viele Grünflächen der Stadt gepflegt, daher auch der Bezeichnung „Weidestadt Augsburg“.
Nährstoffarm und artenreich
Die Flächen des ehemaligen Bahngeländes „Ladehöfe“ liegen direkt am Wohngebietsrand und wurden nach tierökologischen Gesichtspunkten geplant. Magere und reich strukturierte Lebensräume für die hier lebenden Mauereidechsen sowie die Blauflügelige Sandschrecke wurden geschaffen und mit einer Pflaster- und Schotterrasenmischung begrünt. Ferner wurden die Gleisbetten der innerstädtischen Straßenbahnen mit standortgerechten Wildstauden wie Mauerpfeffer und weiteren Fetthennen-Arten begrünt.
Wasser ist Leben
Das Projekt „Licca liber“ soll die Eintiefung des stark kanalisierten und begradigten Lech bremsen und – im Rahmen des Möglichen – mit Strukturverbesserungen seinen ursprünglichen Charakter mit Auengebieten wiederherstellen. Innerstädtisch wurde der Fluss mit dem „Flößerpark“ wieder für die Bürgerinnen und Bürgern erlebbar. Mit „Licca liber“ werden nun die Anforderungen an Naherholung und den Naturschutz vereint. Übrigens: Die UNESCO ernannte 2019 das Wassermanagement-System von Augsburg zum Welterbe.
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