Vogelfreundliches Bauen mit Glas und Licht
Vogelkollisionen mit Glas sind ein bedeutender Mortalitätsfaktor für Vögel, der durch die Transparenz und Reflexion von Glasscheiben hervorgerufen wird. Darüber hinaus kann Beleuchtung nächtliche Zugvögel anlocken, die in der Folge am Glas verunglücken können. Aufgrund der vermehrten Verwendung von Glas bei modernen Bauvorhaben ist ein weiteres Ansteigen der Schlagopferzahlen zu befürchten.
Gleichzeitig sind aber auch das Wissen zu und die Verfügbarkeit von wirksamen Schutzmaßnahmen deutlich gestiegen, mit denen Vogelschlag an Glas effektiv reduziert oder sogar ganz vermieden werden können.
Die artenschutzrechtlichen Verbotstatbestände können auch auf die Mortalität von Vögeln durch Glasanflug angewendet werden. Demnach haben Verantwortliche aus Vorhaben, Behörden, Planung und Architektur nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die Pflicht, Situationen, in denen es zu vermehrten Vogelkollisionen an Gebäuden kommen kann, zu vermeiden. Naturschutzbehörden können dies durchsetzen. Auch für den Vogelschutz „zu Hause“ gibt es einfache Möglichkeiten.
Im Rahmen des Vortrages werden die Bedeutung und die Mechanismen von Glaskollisionen erläutert, die rechtliche Situation und die Umsetzungsmöglichkeiten aufgezeigt sowie die möglichen Schutzmaßnahmen dargestellt.
Der Autor war über 30 Jahre lang für Artenschutz in der Berliner Senatsverwaltung zuständig und hat mehrfach zum Thema publiziert.
Eine Anmeldung für die Veranstaltung ist nicht erforderlich. Der digitale Raum im Webkonferenzsystem BigBlueButton wird 15 Minuten vor Beginn geöffnet und Sie können sich über den folgenden Link einwählen:
