Die Erdkröte (Bufo bufo) kommt flächendeckend in Mitteleuropa vor und zählt zu den häufigsten Amphibienarten Deutschlands. Sie gilt hierzulande als nicht gefährdet. Und doch werden ihre natürlichen Lebensräume stetig weniger. Große strukturarme Monokulturen dominieren die Land- und Forstwirtschaft. Zahlreiche Straßen und Schienen zerschneiden die Landschaft und machen eine sichere Krötenwanderung unmöglich. Als Weitstreckenwanderer ist die Erdkröte wie kaum eine andere Amphibienart vom Straßentod betroffen.
Kommunen können einiges tun, um ihren Bestand an Erdkröten zu schützen, denn Baumbestand, Gewässer und Unterschlupfmöglichkeiten sind für die Erdkröte auch im Parks, Gärten oder Friedhöfen zu finden. Im urbanen Raum muss die Erdkröte allerdings nicht nur Straßen, sondern auch viele weitere Barrieren überwinden, teils nur mit mäßigem Erfolg. Gullys sowie Keller- und Lichtschächte werden ihr häufig zum Verhängnis.
Wie eine gelungene Kombination an Schutzmaßnahmen in der Praxis aussehen kann, zeigen diese Kommunen:
- Stadt Bielefeld: www.bielefeld.de/amphibien
- Stadt Bad Salzuflen: www.kommbio.de/praxisbeispiele/laichgewaesser-fuer-erdkroeten-im-stadtteil-werl-aspe/
Ein zusätzlicher Weg ist die Festsetzung von Maßnahmen zum Amphibienschutz in den kommunalen Biodiversitätsstrategien. Vorbildlich hat dies der Landkreis Lippe umgesetzt: www.kommbio.de/dokumente/lippes-lebendige-vielfalt/
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