Abschlusstagung des Projekts „Otterstadt Berlin“
Berlin ist eine Otterstadt. In den letzten Jahren ist der scheue Wassermarder in die Gewässer der Hauptstadt zurückgekehrt und hat sich selbst in stark urban geprägten Bereichen Reviere erschlossen. Doch der urbane Lebensraum ist voller Gefahren und Störungen für die streng geschützten Tiere – der Schiffsverkehr, der Mangel an Versteckmöglichkeiten an den Ufern, die fehlende Durchgängigkeit der Spree und die intensive Freizeitnutzung sind nur einige von ihnen. An Flüssen liegende Städte bilden potenziell eine Barriere für wandernde Tierarten wie den Fischotter und können die ehemals fast ausgestorbene Art an der Rückeroberung ihres Lebensraums hindern. Dem Gewässerschutz beziehungsweise der Revitalisierung von Gewässern im urbanen Raum kommt deshalb eine besondere Verantwortung zu.
Im Projekt Otterstadt Berlin, das von der Stiftung Naturschutz Berlin gefördert wird, befasst sich die Deutsche Umwelthilfe intensiv mit dem Lebensraum des Fischotters in Berlin. Im Rahmen der Fachtagung werden Ergebnisse vorgestellt und Handlungsfelder für (zukünftige) Otterstädte diskutiert. Die Fachtagung richtet sich an Mitarbeiter*innen von Naturschutzbehörden und -verbänden, Planungsbüros, Stadtplaner*innen sowie Akteure aus der Wasserwirtschaft und Gewässerunterhaltung.
