Wir stellen Ihnen in unserer Reihe „Tiere der Stadt – Stadt der Tiere“ bekannte und weniger bekannte Arten vor, die in der Stadt ihr Zuhause haben. Was Sie als Kommune zum Schutz und zur Förderung Ihrer tierischen Nachbarn und deren Lebensräume tun können, erfahren Sie hier.
Achtung, Verwechslungsgefahr! Nein, dieser tierische Nachbar ist keine Honigbiene. Der vermeintlich unverwechselbare schwarz-gelbe Bienenpelz mag das ungeübte Auge kurzzeitig in die Irre führen. Doch bei näherer Betrachtung wird schnell deutlich, dass wir es hier mit einer Wildbienenart zu tun haben. Die Gemeine Sandbiene (Andrena flavipes) ist eine von mittlerweile 604 verzeichneten Wildbienenarten in Deutschland (Stand 2023).
Sie ist in vielen Regionen Deutschlands die häufigste Erd- bzw. Sandbienenart und zählt zu den sogenannten Generalisten, d.h. weder an Ihren Lebensraum noch an Ihre Futterpflanzen stellt sie besondere Ansprüche. Ihre Nistgänge gräbt sie in vegetationsarmen und sonnigen Bodenstellen und ist damit in bester Gesellschaft, denn etwa ¾ aller heimischen Wildbienenarten sind endogäisch.
Ihr frühes Erscheinen im Jahr macht sie zu einem der wichtigsten Bestäuber. Bereits ab Ende März kann sie auf ihren ersten Flügen beobachtet werden. Und das vollkommen ungefährlich, denn im Gegensatz zur Honigbiene hat die Gemeine Sandbiene keine Widerhaken am ohnehin kleinen und dünnen Stachel. Die menschliche Haut kann sie damit in der Regel nicht durchdringen.
Ihr gelassenes Gemüt macht die Gemeine Sandbiene zum idealen Nachbar im eigenen Garten. Mit etwas Rücksichtnahme steht einem friedlichen Miteinander also nichts mehr im Wege.
Wenden Sie sich bei Fragen gerne an uns unter info@kommbio.de