Worum geht es beim Thema Urban Gardening?
Ob in klassischen Hochbeeten aus Europaletten, in Gemüsekisten oder in Upcycling-Projekten – die Möglichkeiten zum Anbau von eigenem Obst und Gemüse im urbanen Raum sind vielfältig und in Urban Gardening-Projekten zahlreich vertreten. Seit etwa 15 Jahren entwickelt sich diese Form des gemeinschaftlichen Gärtnerns in immer mehr deutschen Städten und hat es so längst aus der Nische heraus in den Alltag vieler Städterinnen und Städter geschafft.
Charakteristisch für Urban Gardening-Projekte sind die gemeinschaftlichen, meist ehrenamtlichen Betreiberstrukturen und ihre Vielfalt – sowohl hinsichtlich der Pflanzenwahl und Anbaumethode als auch der Menschen mit ihren Hintergründen, Fähigkeiten und Interessen.
Somit sind Urban Gardening-Projekte nicht nur eine Möglichkeit, sich mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln ein wenig selbst zu versorgen. Sie sind ein Raum für Partizipation und Miteinander in unserer Gesellschaft.
Was können Kommunen hierfür tun?
Kommunen können Urban Gardening-Projekte fördern, indem sie z.B. städtische Flächen langfristig oder auch für eine Zwischennutzung bereitstellen. Einige Kommunen berücksichtigen Urban Gardening-Projekte zudem in ihren kommunalen Förderprogrammen, entweder als eigenen Schwerpunkt oder als eine mögliche Maßnahme zur Klimawandelanpassung sowie aus der sozialen Perspektive heraus als Möglichkeit für Gemeinschafts-/ bzw. Partizipationsprojekte.
Förderlich ist es, wenn Kommunen die lokalen Initiativen identifizieren (s. Kooperationen) und als Schnittstelle zwischen Interessentinnen und Interessenten sowie Initiativen fungieren können. Dies ist z.B. über das Ehrenamtsmanagement in einer Verwaltung möglich. Eine weitere Möglichkeit ist die Identifikation der diversen Akteure im Zuge einer partizipativen integrierten Stadtentwicklung.
Wissenswertes
Auf der Homepage der anstiftung finden sich zahlreiche Initiativen und Informationen zum Thema Urban Gardening und Gemeinschaftsgärten, u.a. Online-Kurse und aufgezeichnete Webinare.
Besonders interessant: der Kurs „Einen Gemeinschaftsgarten gründen: von der Idee zum Projekt“
Eines der ersten und mitunter populärsten Urban Gardening-Projekte waren im Jahr 2009 die Prinzessinengärten in Berlin. Damals noch am Moritzplatz, seit 2020 auf dem neuen St. Jacobi Friedhof in Berlin Neukölln: https://prinzessinnengarten-kollektiv.net/
Förderprogramme
Die Anstiftung hat eine breite Sammlung von Finanzierungsmöglichkeiten auf ihrer Homepage veröffentlicht: https://urbane-gaerten.de/praxiswissen-urbane-g%C3%A4rten/finanzierungsmoeglichkeiten