Wissenswert

Parks

Worum geht es beim Thema Parks

Grünanlagen wie Parks gibt es in fast allen Kommunen und sind nicht nur wichtige Grünverbindungen, sondern sie bieten als multifunktionale Fläche für die Bevölkerung eine hohe Aufenthaltsqualität und Erholungsfunktion. Je nach Nutzungsdruck werden sie mehr oder weniger durch die Bevölkerung genutzt. Daher gibt es Bereiche, die man extensiver pflegen kann, um so Lebensräume bereitzustellen, die Pflanzen und Tieren vorbehalten sind. Eine Zonierung in Intensiv- und Extensivbereiche ist daher notwendig und kann in einem Grünflächenkataster oder Parkpflegewerk oder in Pflegeplänen berücksichtigt werden. Geht es um längerfristige Festlegungen beispielsweise wie viel Prozent an Altgrasbeständen oder Extensivbereiche in einer Kommune bestehen soll, kann in der Grünflächen- oder Biodiversitätsstrategien dauerhaft wirksam verankert werden.

Wie kann man Biodiversität in Parks fördern?

Unterschiedlichste Strukturen fördern die Artenvielfalt. Gerade Parks bieten sich dafür an, weil es vielfältige Flächen gibt, wo man beispielsweise Säume oder Altgrasbestände zu Strauchgürteln ein- oder zweijährig stehen lassen kann, wo man stehendes oder liegendes Totholz in waldartigen Beständen belassen kann, wo sich Intensivrasenflächen mit Wiesenflächen abwechseln, wo Trockenmauern, Steinhaufen, Mulden, Hügel oder Erhöhungen sowie Wasserflächen in Form von Bächen, Flüssen, Teichen oder Wasserstellen für Abwechslung sorgen.

Rasen- und Wiesenflächen:

Mit einer Veränderung der Pflegepraxis kann sehr schnell mehr für die Biodiversität geleistet werden, indem Blühinseln stehen gelassen werden, Randbereiche nur einmal im Jahr oder alternierend gemäht. Anwendung naturnahe Techniken, insektenschonende Mähmuster, Mahd mit Messerbalken, Mahdgut zwei Tage liegengelassen und dann erst ein Abtransport magert die Flächen aus und fördert die Artenvielfalt. Ist die Parkanlage groß genug und können Teilbereiche eingezäunt werden, ist eine Beweidung mit Tieren eine sinnvolle Alternative zu Mähgeräten, weil diese selektiv pflegen und entsprechende Arten gefördert werden.

Sträucher:

Die Verwendung von heimischen Sträuchern, der Aufbau von mehrschichtigen Strauchgruppen, diese abschnittsweise auf den Stock zu setzen oder Solitärsträucher zu belassen, Schnittholz vor Ort möglichst als Benjeshecken zu belassen, sind Möglichkeiten, Strukturen und Lebensräume herzustellen.

Bäume:

Wird Altholz, wo möglich und mit der Verkehrssicherheit vertretbar, an Bäumen belassen, oder Bäume stehen als Solitär oder in Kleingruppen, in waldartigen Bereichen, entstehen schattig, feuchte oder trockenere Kleinstbiotope, die entsprechend durch unterschiedliche Tiere und Pflanzen besiedelt werden. Wenn die Verkehrssicherheit nicht gewährt ist, können Wege kurzzeitig gesperrt, umgeleitet oder besonders wertvolle Baumbiotope temporär eingezäunt werden.

Wissenswertes

Um das Blühangebot zu erhöhen, können Blumenzwiebeln, die im Frühling blühen, in Intensivrasen oder auch in Wiesen gesteckt werden. Um Kosten zu sparen, bieten Firmen maschinelle Pflanzungen an oder es können Blumenzwiebelpflanzaktionen mit Kindergärten, Schulen oder Vereinen durchgeführt werden. Mit Strauchpflanzaktionen kann die Anzahl von insekten- und vogelfreundlichen Sträuchern in Parkanlagen und damit das Nahrungsangebot für Vögel, Insekten und Säugetiere sowie die Strukturvielfalt erhöht werden. Jegliche Arten von Wasserflächen, Vogel-, Insekten oder Igeltränken oder sonstigen Wasserstellen wie vom Regen volllaufende Rinnen, Steine oder Schalen bringen Leben in einen Park und können für viele Tiere überlebenswichtig sein. In Bäumen können künstliche Nistmöglichkeiten oder Quartiere für Insekten (u.a. Wildbienen, Hornissen), Vögel, Fledermäuse oder Bilche aufgehängt werden. Verläuft durch den Park eine Autostraße und es leben Eichhörnchen im Park, können Eichhörnchenbrücken installiert werden, um die Tiere beim Überqueren der Straßen zu unterstützen.

 

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