Worum geht es beim Thema Kommunikation?
Ohne sie geht nichts im Naturschutz – Kommunikation. Jede Maßnahme kann nur dann nachhaltig etabliert werden, wenn sie sowohl nach innen als auch nach außen durch eine zielgruppenorientierte Kommunikation begleitet wird.
Die Kommunikation nach innen richtet sich primär an die Kommunalverwaltung sowie an sämtliche potenziell Beteiligte (Initiativen, Verbände, Organisationen, Unternehmen etc.) und hat eine effiziente sowie nachhaltige Planung und Umsetzung von z.B. Naturschutzmaßnahmen unter der frühzeitigen Beteiligung Aller zum Ziel. Die Kommunikation nach außen wiederum zielt auf eine ebenfalls frühestmögliche Information z.B. über einer Situation oder über durchzuführende Maßnahmen ab und dient vor allem der Akzeptanzförderung.
Welche Personen(gruppen) zum Adressatenkreis der inneren sowie äußeren Kommunikation zählen, kann sich z.B. im Zuge einer Stakeholder-Analyse erschließen und ist individuell abhängig vom Projekt oder den durchzuführenden Maßnahmen.
Eine Kommunikationsstrategie, also die Planung welche Informationen an wen zu welchem Zeitpunkt und über welche Kommunikationskanäle transportiert werden sollen, ist demzufolge stets individuell.
Was können Kommunen hierfür tun?
Um die oben genannten Einflussfaktoren zu analysieren und abzuwägen, kann es hilfreich sein in Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister ein Kommunikationskonzept zu erarbeiten Diese Vorgehensweise eignet sich vor allem für groß angelegte oder mehrjährige Projekte sowie einer grundsätzlichen (Neu)Ausrichtung in der kommunalen Praxis, beispielsweise bei der Ausarbeitung und langfristigen Umsetzung eines Biodiversitätskonzeptes.
Weniger zeit- und kostenintensiv ist z.B. die Etablierung von Runden Tischen etc. Diese fördern den Austausch und die Vernetzung der verschiedenen Interessensgruppen. Ein wesentlicher Faktor für die Nachhaltigkeit solcher Formate ist die klare Zuständigkeit für die Organisation und Durchführung sowie Nachbereitung etwaiger Ergebnisse bei einer Stelle/ Person.
Generell bedarf es einer zuständigen Person in der Kommunalverwaltung, bei der die verschiedenen Kommunikationsströme zusammenlaufen. So kann verhindert werden, dass Kommunikationsmaßnahmen nicht aufeinander abgestimmt oder sogar gegenläufig sind.
Förderprogramme
In der Regel werden Maßnahmen zur begleitenden Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit für diverse Naturschutzmaßnahmen in vielen Förderprogrammen berücksichtigt