Die Stadt ist geprägt durch elf städtische Seen. Kein Wunder, dass das Motiv Wasser auch in die Grünflächengestaltung geflossen ist. Statt Wechselflor und monotoner Bodendecker wurden insektenfreundliche Stauden gepflanzt. Eine Idylle für Insekten, wie auch die zahlreichen Renaturierungen, wie z.B. an der Stadtschwentine.

„Eine Seebrise durch Plön“

Die Stadt Plön hat das Potential der Stauden im Stadtgrün entdeckt. Es wurden bereits erste pflegeextensive Staudenpflanzungen durch die Umgestaltung der innerstädtischen Grünflächen im Projekt „Eine Seebrise durch Plön“ angelegt, welche den Touristen, Gästen, Bürgerinnen und Bürgern eine Augenweide ist und natürlich den Insekten und anderen Tieren Nahrung bietet. So blühen an der Reeperbahn gegenüber vom Bahnhof und der Touristen-Information sowie an den innerstädtischen Schwentineterrassen und am Gänsemarkt Katzenminze, Schleifenblume oder Margeriten sowie Steppensalbei, Frühlings-Gedenkemein oder Sibirische Schwertlilien.

Bilderbuchidylle an der Ölmühle

Die Renaturierung des Durchflusses der Schwentine vom Höftsee in den Großen Plöner See an der Ölmühle ist naturnah realisiert geworden. So entstand ein ständiges Fließgewässer mit viel Bewegung und reichlich Sauerstoffeintrag. Es konnten sich Tierarten wie Alant, Wasseramsel, Fischreiher oder gar der Eisvogel ansiedeln, die hier ideale Bedingungen vorfinden: Eine Bilderbuchidylle, als wäre man mitten in Norwegen. Eine umgefallene Linde mit großem Wurzelteller wurde belassen und die historische Linden-Allee an der Ölmühle beherbergt in ihren über 70 Bäumen jede Menge Höhlungen für Fledermäuse und spaltenbrütende Vögel.

Bruchwälder und renaturierte Stauwehre

Gezielt wurden ungelenkte Naturentwicklungen wie in der ehemaligen Kiesgrube Övelgönne, im Randbereich des Sportplatzes in der Stadtheide oder auf dem ehemaligen Wasserwerksgelände an der Rosenstraße zugelassen. Die Durchfahrt an der Stadtschwentine sowie zwischen Großem und Kleinem Plöner See am Campingplatz Spitzenort wurde durch den Einbau von Schwellen in Form von Borstenelementen beruhigt und somit die aquatische Passierbarkeit ganzjährig verbessert. Ein erwünschter Nebeneffekt: das Beruhigen der sensiblen Rohrdommelbucht und das Fernhalten von Kanu-Touristen aus diesem Brutgebiet. Im Stadtgebiet von Plön gelangen die Besuchenden auf schmalen Wegen an vielen Bruchwäldern vorbei, dort herrscht eine ganz besondere „Dschungelatmosphäre“.

Stadt Plön
Schleswig-Holstein
Plön
8.851 Einwohner
Kontakt

Stadt Plön
Klimaschutz & Liegenschaften
Beate Duwe
Tel.: 04522 505 755
E-Mail: beate.duwe@ploen.de

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